{"id":38,"date":"2014-11-04T13:52:38","date_gmt":"2014-11-04T13:52:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sw-invention.de\/emoblog\/?p=38"},"modified":"2015-09-17T07:19:44","modified_gmt":"2015-09-17T07:19:44","slug":"ein-neuer-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sw-invention.de\/emoblog\/?p=38","title":{"rendered":"Ein neuer Weg"},"content":{"rendered":"<p>&#8230; entsteht, wenn man sich f\u00fcr eine Therapie entscheidet. Da ich in den Monaten M\u00e4rz &#8211; Juni eigentlich arbeitstechnisch nur Scheisse erlebt habe, war ich Mitte Juni endg\u00fcltig deprimiert. Ich hatte zu nichts Lust, bin morgens an den Rechner ran und irgendwann Nachts wieder weg. Ich wusste, es musste sich was \u00e4ndern, doch ich konnte partout keine Weggabelung erkennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Eltern waren im diesj\u00e4hrigen Israelurlaub mit einem Therapeutenehepaar aus Bremen unterwegs, denen sie von meiner Situation erz\u00e4hlt haben und so kam ich dann an ein Beratungsgespr\u00e4ch bei dem Therapeuten. In diesem Gespr\u00e4ch hat er mir eine Perspektive er\u00f6ffnet und zwar den Weg in eine station\u00e4re Therapie. F\u00fcr mich war es endlich ein Lichtblick und ich wusste sofort, den Weg wollte ich gehen. Meine Eltern waren anfangs noch etwas z\u00f6gerlich, aber schlie\u00dflich erkannten sie, dass es f\u00fcr mich einfach ein Ausweg war und so meldete ich mich dort Anfang August an. Am 7.8. kam dann der Tag. Ich hatte einen Platz bekommen. Wie lange ich da sein w\u00fcrde, wusste ich nicht und es war eine komische Situation. Dennoch kam ich in eine sehr nette Gemeinschaft hinein. Der Alltag wurde von der Therapie gepr\u00e4gt. Neben Kunsttherapie, Atelierarbeit und 2- und 3- Bettzimmern, gab es abwechselnd K\u00fcchendienst, Wochendienst und auch einige Sportangebote. K\u00f6rperwahrnehmung, Gruppen- und Stationssport, die M\u00f6glichkeit zum Schwimmen war gegeben. Die ersten Tage waren f\u00fcr mich eher einsch\u00fcchternd. Viele neue Leute, nicht mehr die gewohnte Umgebung, ein geregelter Tagesablauf, dennoch gefiel es mir und ich fand schnell Anschluss. Zu den ganzen Therapiestunden gab es noch die Gruppengespr\u00e4che, Einzelgespr\u00e4che, Pflegevisite und nat\u00fcrlich Eutonie, PMR. Mit Qi-Gong konnte ich mich dagegen weniger anfreunden. Sehr sch\u00f6n war auch einfach die Tatsache, dass man viel Freizeit hatte und man auch nicht wirklich eingesperrt war. Die Essenszeiten waren Therapiezeiten und hatten Anwesenheitspflicht. Von 07:30 &#8211; 08:00, 12:30 &#8211; 13:00 und 18:00 &#8211; 18:30. Danach hatte man Freizeit. Man durfte bis 22h ausser Haus sein, bis 20h durfte der Besuch auf der Station sein. Freitags und Samstags Ausgang bis 23:30 und Sonntags bis 21:30. Superm\u00e4rkte gab es genug. Neben dem Blockdiek Einkaufszentrum (ca. 15-20 Min Fu\u00dfweg), gab es noch einen Aldi (5 Min Fu\u00dfweg), ein Lidl (10-15 Min Fu\u00dfweg) und mit der Bahn war man in 30 Min in der Innenstadt und in 15 Min am Weserpark. Es gab absoluten Alkoholverbot, was besonders f\u00fcr mich sehr gut war, da ich in den Monaten Juni &#8211; August sehr dazu tendierte viel Alkohol zu trinken abends.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich war ganze 2 Monate da, das erste Wochenende musste ich im Klinikum bleiben, ab da hatte ich Samstags ab 11h die M\u00f6glichkeit \u00fcber das Wochenende nach Hause zu fahren. Der letzte Tag war f\u00fcr mich der 1.10.2014. Mein Wochenplan war ok. Leider fing dann die Urlaubszeit an, so dass wir statt 2 Gruppengespr\u00e4chen nur noch 1 hatten und auch die Einzelgespr\u00e4che eher in &#8220;Krisengespr\u00e4che&#8221; ausgeartet sind, die ich sehr sehr selten in Anspruch genommen habe, leider.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dennoch bin ich froh, dass ich diesen Weg gegangen bin und dass ich dort auch sehr nette neue Freunde gefunden habe, mit denen ich weiterhin im Kontakt stehe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230; entsteht, wenn man sich f\u00fcr eine Therapie entscheidet. Da ich in den Monaten M\u00e4rz &#8211; Juni eigentlich arbeitstechnisch nur Scheisse erlebt habe, war ich Mitte Juni endg\u00fcltig deprimiert. Ich hatte zu nichts Lust, bin morgens an den Rechner ran und irgendwann Nachts wieder weg. 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